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Die Blumen müssen draußen bleiben

Über Zäune und unser Misstrauen gegenüber der Natur Auf dem Zaun sitzt die Hagezusse, die Hexe, die Zaunreiterin: Eine weise Frau, Grenzgängerin zwischen der wilden Natur und der geordneten Kultur.Das war früher, als die Inseln in der Wildnis noch klein waren und die Menschen sich erstmals an festen Orten niederließen. Damals begannen sie, sich ein Stück Sicherheit zu schaffen, wilde Tiere und fremde Menschen auszusperren und sich innerhalb der selbst gesteckten Grenzen eine kleine, geordnete Welt einzurichten. Sie rodeten den Wald, umzäunten ein Stück Land mit Dornenhecken, geflochtenen Weidenzäunen oder kunstvoll aufgeschichteten Bruchsteinmauern. Sie züchteten Schafe, Ziegen, Hühner, die sie in den überschaubaren, nun von der Natur abgegrenzten Gebieten einsperrten, bauten Salat und Gemüse an und hielten die Wildkaninchen davon ab, sich daran gütlich zu tun. Nur die Katzen, die Hexentiere, ließen sich weder ein- noch aussperren. Sie passierten die Zäune durch Löcher oder sprangen hinauf mit einem Satz, folgten ihren eigenen Regeln, verschwanden in der Wildnis und tauchten frühmorgens wieder auf, einäugig mitunter oder mit zerrissenem Ohr, um in der Sicherheit der Umfriedung ihre …