Ruschweiler: Ausflüge und Umgebung

Der Weg nach Illmensee

Folgt man dem asphaltierten Fuß- und Radweg, gelangt man in den Hauptort der Gemeinde am gleichnamigen Illmensee.
Dort befinden sich mehrere Gasthöfe, ein kleiner Super­markt, eine Poststelle und zwei Banken. Au­ßerdem gibt es ein Seefreibad mit Minigolf, Beach­volleyball, einer Nicht­schwim­merzone mit Sprung­brett und Wasserrutsche, einem Kinderspielplatz und einen Boots­verleih.

Blick über Ruschweiler hinweg auf den Illmensee

Mit dem Auto erreicht man Illmensee über die Hauptstraße in Richtung Wilhelmsdorf (links aus dem Pappelweg ab­bie­gen, dann rechts und die Hauptstraße entlang) bei der nächs­ten Gelegenheit wieder rechts in Richtung Illmensee.

Die Touristinformation befindet sich im Rathaus in Illmensee, Kirchplatz 5, Telefon 07552 / 251131.
Dort sind neben anderem Informationsmaterial auch die Rad- und Wanderkarten der Region erhältlich.

Wandern

Um Illmensee herum gibt es ein gut ausgeschildertes Netz von Wanderwegen.
Eine erste kleine Runde kann man drehen, indem man vom Haus aus in Richtung Ruschweiler See geht, sich dann rechts hält und einfach den Schildern „Wanderweg“ folgt. Hinter dem Andelsbach hält man sich links, geht auf einem schmalen Pfad durch das Naturschutzgebiet am Volzersee und dann über die Felder in den Ort Illmensee, von dort links abbiegen und ein Stück die Straße entlang, dann den Fußweg herum zurück am Ruschweiler See. (ca. 1 Stunde)

Weg um den vom Schilf umgebenen Illmensee

Eine größere Runde führt ebenfalls um den Volzersee herum, in Illmensee folgt man dann den Schildern zum Rundweg um den Illmensee. Der gut gepflegte und abwechslungsreiche Weg führt u.a. an einem Beobachtungsturm für Fische vorbei und endet am Strandbad mit seinen Ruder- und Bademöglichkeiten. Zurück geht es wieder ein Stück die Straße entlang und den Fußweg am Ruschweiler See nach Ruschweiler.

Sehr empfehlenswert ist auch eine Wanderung durch das Pfrungener Ried. Ausgangspunkt für die verschiedenen Riedlehrpfade sind beispielsweise die Wanderparkplätze in Pfrungen, Ulzhausen oder Ostrach-Burgweiler,  oder das Naturschutzzentrum Pfrungener-Burgweiler Ried, Riedstraße 3 in Wilhelmsdorf (Telefon 07503-739, 2,5 km von Ruschweiler entfernt), wo auch zahlreiche Kurse und geführte Wanderungen angeboten werden.

Regentag im Pfrungener Ried

Radfahren

Der Bodensee liegt 395 m über dem Meeresspiegel, der Höchsten — die höchste Erhebung zwischen Bodensee und Donau, 8 km von Ruschweiler entfernt — 838 m über dem Meeresspiegel.
Das Radfahren mit einem herkömmlichen Fahrrad kann in dieser Gegend also eine echte Herausforderung sein, was die Höhenmeter angeht, muss es aber nicht: Solange man sich von Ruschweiler aus nicht über die eiszeitliche Moränenkante herauswagt, die das untere vom oberen Linzgau trennt, hat man es mit eher sanften Steigungen und Hügeln zu tun.

Blick von den Höhen des „Nördlichen Linzgaus“ über den Bodensee auf die Schweizer Alpen

Dann aber geht es 400 Meter in die Tiefe. Ein gutes Bild kann man sich von Heiligenberg aus machen (gut 10 km von Ruschweiler entfernt). Falls man dennoch einen Ausflug zum Bodensee plant, ist die Strecke das Deggenhauser Tal hinauf diejenige mit der geringsten Steigung.

Die Rad- und Wanderkarte ist in der Touristinformation im Rathaus in Illmensee, Kirchplatz 5, erhältlich. Eingezeichnet sind darauf die Radwege der Gemeinden Illmensee, Pfullendorf, Wilhelmsdorf und Ostrach.

Schnee

Die höchste Erhebung zwischen Donau und Bodensee heißt auch so: Es ist der Höchsten. Seine Kuppe liegt 838 Meter über den Meeresspiegel. Bei schönem Wetter hat man einen wunderbaren Ausblick über das Panorama der Schweizer Alpen, und das nicht nur im Winter.

Dann aber gibt es hier meist viel Schnee und gespurte Loipen. Von Ruschweiler aus sind es mit dem Auto rund 8 km bis zum Ausgangspunkt, dem Parkplatz am Aussichtspavillon.

Weitere Loipen finden sich bei entsprechender Witterung über dem Birkhof östlich des Illmensees, 4 Kilometer von Ruschweiler entfernt.

Spaziergang am zugefrorenen Illmensee

Ausflüge

Ruschweiler liegt in der Mitte zwischen dem Bodensee und dem Na­tur­park Obere Donau, in der alten, touristisch gut erschlossenen Kultur­land­schaft Oberschwabens. Zahlreiche Museen, Naturer­leb­nis­se, sport­liche und sonstige Freizeit-Angebote bieten Bildung und Unter­haltung.
Hier folgt eine Liste unserer ganz persönlichen Highlights.

Pfahlbauten in Unteruhldingen (29 km von Ruschweiler entfernt)
Schon in der Stein- und Bronzezeit (4000 bis 850 vor unserer Zeitrechnung) siedelten Menschen am Ufer des Bodensees (und übrigens auch des Ruschweilersees). Ihre auf Pfählen gebaute Häuser wurden in Unteruhldingen rekonstruiert. Auf Stegen an und über dem Bodensee wandert man von Haus zu Haus und wird dort detailliert über das Leben in Stein- und Bronzezeit informiert.

Naturpark Obere Donau
Eine romantische Landschaft mit hoch aufstrebenden Felsen, Klöstern und Burgen und viel Natur. Hier lässt es sich nach Herzenslust wandern und auf kulturelle Entdeckungsreisen gehen. Mit dem Naturpark-Express lässt sich die Strecke auch von der Bahn aus genießen, und etwa von Sigmaringen aus kann man Kanutouren unternehmen.
Von Ruschweiler bis Kloster Beuron sind es knapp 50 km, nach Sigmaringen mit seinem hoch über der Donau gelegenen Schloss 32 km.

Blick in das Obere Donautal

Zeppelinmuseum in Friedrichshafen (34 km entfernt)
Im ehemaligen Hafenbahnhof der Stadt, einem typischen Bau der 1930er Jahre und als solchem bereits bemerkenswert, wurde ein kleiner Teil des Zeppelins „Hindenburg“ nachgebaut. Man bekommt einen guten Eindruck, wie riesig dieses Luftschiff gewesen sein muss (das 1937 bei
der Landung in Lakehearst bei New York in Brand geriet, nachdem es bereits 63 Fahrten zwischen Europa und dem amerikanischen Kontinent absolviert hatte).
Fotos aus der Pionierzeit der Zeppeline zeigen außerdem, was für ein Riesenprojekt die Umsetzung dieser Luft-Schiff-Idee war. Wie viele Menschen allein an wie vielen damals noch per Fußrad betriebenen Nähmaschinen damit beschäftigt waren, die Außenhülle für so ein Ding zu nähen. Wie schwierig es war, einen Zeppelin in die zugehörige, ebenfalls riesige Halle zu manövrieren, ohne dass dabei die empfindliche Außenhaut zerstört wurde. Ganz zu schweigen von den vielen technischen Details und Entwicklungen, die in der Ausstellung zu sehen sind.

Schloss Achberg (55 km entfernt)
Das prachtvolle Schloss der Deutschen Ordensritter gehört heute dem Landkreis Ravensburg. Von 1989 bis 1994 wurde es durch das Landesdenkmalamt mustergültig saniert. Beinahe überwältigend sind die Stuckdecken im Rittersaal mit ihren Schützen, die aus allen vier Ecken auf das Publikum zielen.
Heute ist im Schloss ein Museum untergebracht, in dem moderne und ältere Kunst und Kultur gezeigt wird und das vor allem ein ambitioniertes Kinderprogramm bietet.

Die Stadt Hohenems in Vorarlberg (90 km entfernt)
Auf jeden Fall einen Tagesausflug wert mit seiner Burgruine hoch über dem Rheintal, dem Jüdischen Museum und natürlich auch anderen Sehenswürdigkeiten.
Im Jüdischen Museum, untergebracht in der 1864 erbauten Ville Heimann-Rosenthal, wird die Geschichte der Jüdischen Gemeinde Hohenems über drei Jahrhunderte dokumentiert, exemplarisch für andere und auf eine sehr anregende Art und Weise. In der Villa selbst bzw. im Garten gibt es ein nettes Café mit Kuchen und Bagels, in der Nähe kann man — an sonnigen Tagen — sich am Emsbach entspannen und die schöne Gestaltung seiner Erweiterung innerhalb des Stadtgebietes bewundern. Oder man kann die 45 Minuten Fußweg hinauf zur Ruine wagen. Runter geht es dann sicherlich schneller.
Anfahrt am besten über Ravensburg – Autobahnauffahrt Wangen-West – Bregenz. Wer den innerstädtischen alltäglichen Stau im Bregenzer Stadtgebiet meiden möchte, kann sich für 7,90 Euro eine zehn Tage gültige Vignette für die Österreichischen Autobahnen kaufen, mit der er dann den Pfändertunnel benutzen darf.

Der Affenberg Salem (24 km entfernt)
ist vor allem für Familien ein empfehlenswertes Ausflugsziel. Über 200 Berberaffen leben unter naturgemäßen Bedingungen in einem 20 ha großen Waldstück. Einige sind so zahm, dass sie sich von den Besuchern füttern lassen. Außerdem ziehen hier zahlreiche Störche ihre Jungen auf, und in einem weitläufigen Gehege lebt eine Herde Damwild. Ein großer Spielplatz bietet für Menschenkinder jeden Alters eine gute Möglichkeit, sich zum Abschluss der Besichtigungstour auszutoben.

Der Rheinfall in Schaffhausen (75 km entfernt) bietet ein großartiges Naturschauspiel. Besonders zu empfehlen: Der kleine Panoramaweg rund um den Wasserfall und die Überquerung des Wasserfalls auf der Eisenbahnbrücke. Zurück geht es dann mit dem Boot.

Der Rheinfall bei Schaffhausen

Frauenmuseum Hittisau (100 km entfernt) beschäftigt sich auf engagierte und kreative Art mit ganz unterschiedlichen Themen, die im weitesten Sinne um das Thema Frauen, ihre Geschichten und Geschichte kreisen. Ein empfehlenswerter Ausflug in das Vorarlberger Land mit seiner beeindruckenden Landschaft und Architektur — die ja auch beim Bau des Ruschweilerhauses Pate gestanden hat.

Weitere lohnenswerte Ausflugsziele
Stadtführungen Pfullendorf. Neben der gesondert buchbaren Privatführung werden im Sommer auch immer wieder öffentliche Führungen angeboten. Information unter 07552-251131 (Touristinformation Pfullendorf)
(Entfernung 12 km)

Kloster und Schloss Salem
Besichtigung von Schloss und Garten
(Entfernung 22 km)

Insel Mainau
Besichtigung der Blumeninsel
(Entfernung über Meersburg/Fähre 40 km)

Sealife Konstanz
Aquarium
(Entfernung über Meersburg/Fähre 40 km)

Museum Ravensburger
Museum des Ravensburger Spiele- und Buchverlages mit interaktiven Ausstellungen, gut geeignet für Familien an Regentagen (Entfernung 25 km)

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